Als begeisterter Fischer auf Dorsch und Heilbutt in der Barentsee nahe dem Nordkap, in Kjöllefjord, stand bei Peter Stix diesmal im April 2025 ein kleiner Umweg auf dem Programm: Besuch des östlichsten Grenzpunktes der EU am europäischen Festland. Recherchen im Vorfeld machten es möglich, dieses finnisch-russische Grenzgebiet unter strikter Einhaltung von Sperrzonen zu befahren.
Auf dem Weg dorthin eröffnete sich auch die Möglichkeit, den Hauptstädten der baltischen Staaten, Vilnius, Riga und Tallinn einen Tagesbesuch zu widmen und damit die über 2.500km lange Anreise (mit Umweg Vilnius) stressfrei zu gestalten.
In Finnland, von der kleinen Ortschaft Hattuvaara aus, führt eine nicht geräumte Zufahrtsstraße zum etwa 20km entfernten Ziel.
Tagsüber fährt man im April auf einer angetauten Eisschicht über die darunter liegende Schneedecke und bricht zeitweise in über Nacht vereiste Spuren ein – zum Glück nicht gleich mit allen 4 Rädern und erreicht mit etwas angespannter Gelassenheit ohne Schaufeln das Ziel.
Über einen schmalen Steig erreicht man zu Fuß eine kleine Plattform am Ufer des etwa 1 km langen Sees Virmajärvi (russisch Вирмаярви) mit Blick auf eine sumpfige Insel ohne Namen, auf der sich der Grenzstein Nr. 277 der finnisch - russischen Grenze in der Mitte zwischen den beiden Pfählen Nr. III/277/577 befindet. Der See selbst ist absolutes Sperrgebiet.
Auf der Rückfahrt vom EU-Außengrenzpunkt erreicht man entlang der Zufahrtsstraße eine im Wald versteckte großzügige Jagd- und Fischerhütte, die zum Übernachten einlädt.
Nach finnischem Brauch ist drinnen alles vorbereitet, um der eisigen nächtlichen Kälte zu begegnen – Ofen, offener Kamin mit Griller, gehacktes Holz, Anzünderpflöcke - sind für ein erstes Aufwärmen vorbereitet vorhanden. Ein liebevolles kleines Plakat drinnen weist einem darauf hin, das verbrauchte Holz zum Heizen und Kochen nach Verlassen der Hütte wieder für Folgenutzer bereitzustellen. In einer Nachbarhütte findet man Beil und Hacke und jede Menge Material zum Holzhacken – extra Bäume fällen blieb uns erspart. Bemerkenswert ist auch der Komfort einer 20m im Wald entfernten Plumpsklohütte.
Es versteht sich von selbst, die Hütte wieder blitzsauber, so wie angetroffen, zu verlassen und sämtlichen Müll wieder mitzunehmen. Nach einer Aufwärmrunde Auskehren, Feuerstelle versorgen und Holzhacken in aller früh gings weiter Richtung Norden ...
Weitere Bilder folgen!
Text & Fotos: Peter Stix













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Gitti Gründig (Montag, 26 Januar 2026 11:03)
Lieber Peter, recht herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag!!!
ROBERT.Muschitz (Dienstag, 27 Januar 2026 12:52)
DANKE, für die Publikation dieser höchst interessanten Tour.
Peter Stix (Dienstag, 27 Januar 2026 23:12)
Es freut mich, dass mein Beitrag Interesse findet. Dem Hinweis "Weitere Bilder folgen" werde ich von genau dieser Reise wohl nicht nachkommen, weil die Weiterfahrt Richtung Kjöllefjord (Norwegen) mitten im Nirgendwo in Finnland - 150 km nördlich von Kaiaani in einem Desaster mit Totalschaden meines Ineos Grenadir endete. Dem Wagen und ein paar mitreisenden Schutzengeln ist es zu verdanken, dass mein zu diesem Zeitpunkt fahrender Fischerfreund - wir hatten uns alle 4 h abgewechselt - und ich den Unfall halbwegs gimpflich überlebt haben, was nicht selbstverständlich ist, wenn man aufgrund eines medizinischen Notfalls frontal an einen Baum gefahren wird.....
Manfred Kappner (Montag, 02 Februar 2026 22:30)
Sehr interessanter Bericht über ein nicht alltägliches Reiseziel!
Vielen Dank dafür!